Die pneumatische Steuerung gab es schon früh im
Kirchenorgelbau.Ende des 19. Jahrhunderts wurde sie
im Drehorgelbau eingesetzt und löste somit die Walzenorgelsteuerung ab.
Im Drehorgelbau unterscheidet man selbst hier zwischen Zu-und Abstrompneumatik.
Meine Drehorgeln funktionieren nach dem Abstromprinzip, welches ich auf dieser Seite gerne erklären möchte.
Der Luftdruck in Raum a, wird durch das verschlossene Notenband welches über b, den sogenannten Gleitblock läuft zurückgehalten.Durch den Gegendruck und das Eigengewicht des Membrans bei c kann der Wind aus der Windkammer e nicht in den Windkanal f zur Pfeife gelangen.
Mit der Stellschraube d, kann man das Tempo der Tonansprache (rebitieren) bestimmen, indem man den Windgegendruck stärker oder schwächer einstellt.
Hier ist nun ein Loch im Notenband welches den Luftdruck entweichen lässt und somit das Membran entlastet.Die Luft strömt zur Pfeife und es entsteht ein Ton.
Dieses recht einfache System funktioniert bei Drehorgeln mit einem und auch mit zwei Registern, sobald die Orgel allerdings mehrere Register hat, ist das Problem das zu wenig Wind zu den Pfeifen gelangt.
Die Lösung diese Problems heißt Relais, wie auf dem Bild unten zu sehen ist.
Ein Relais hat die Aufgabe eine kleine Kraft in eine größere Kraft umzuwandeln.
Es funktioniert wie bereits oben beschrieben nur mit dem Unterschied, daß Druckluft weitergeleitet wird zu einem weiteren Membran.
Der Luftdruck in Raum a, wird durch das verschlossene Notenband welches über b,den sogenannten Gleitblock läuft zurückgehalten.
Durch den Gegendruck und das Eigengewicht des Membrans bei c, kann der Druckwind aus der Windkammer d, nicht in den Windkanal e, zum Stechermembran/Windlade gelangen.
Hier ist nun ein Loch im Notenband welches Druckluft
entweichen lässt und somit das Membran entlastet.Die Luft strömt zum Stechermemran, wie auf dem Bild unten zu sehen ist.
Hier sehen Sie nun die Windlade in Ruhestellung.
Sobald Druckluft in Raum a vom Relais zugeführt wird, füllt sich das Membran und der Stecher b wird nach unten gedrückt.
Durch diese Stecherbewegung wird das Ventil c nach unten bewegt und lässt den Wind aus der Windkammer d in die Tonkanzelle e strömen und die Pfeife erklingt, wie auf dem Bild unten zu sehen ist.
Wie bei vielen Dingen im Leben gibt es auch bei der pneumatischen Steuerung sehr viele Arten und Systeme eine Orgel zum klingen zu bringen.
Allerdings ist die hier gezeigte Methode die klassische Form, wie sie wohl meißtens gebaut wird.
Bitte beachten Sie das die Bilder stark vereinfacht dargestellt sind.